Unser Hochzeitsjahr: Vorbereitungen am Tag der Hochzeit Hochzeit

Hallo meine Lieben,

nach meiner langen Abstinenz kann ich mich heute endlich wieder zurückmelden!:) In den letzten Monaten ist einfach so viel aufregendes passiert, und ich möchte euch unbedingt über alles berichten.

Das wichtigste Event der vergangenen Monate war natürlich meine Hochzeit. Der Tag von dem jedes Mädchen träumt, der Tag an dem man endlich eine echte Prinzessin sein darf.

Endlich zahlen sich die stressigen Vorbereitungen aus, und das große Ereignis auf das man über ein Jahr hingearbeitet hat findet endlich statt.

Wir hatten ein unglaublich tolles Fest, wahnsinnig viel Spaß und einen Tag den wir ewig in Erinnerung behalten werden. Deshalb möchte ich euch auch die tollen Fotos und Videos von diesem grandiosen Tag nicht vorenthalten. Da aber noch nichtalle Fotos fertig sind dachte ich mir, dass es eine gute Idee wäre euch über die, im Nachhinein betrachtet, wohl lustigsten und skurrilsten Situationen, aber auch über die normalen Probleme und Sorgen einer Braut, aus diesem Jahr voller Vorbereitungen zu berichten. Quasi eine kleine Mini-Serie welche ich über die nächsten Wochen Stück für Stück veröffentlichen werde. Enden soll das dann alles mit einem Artikel mit gaaaaanz vielen Bildern vom Tag unserer Hochzeit. Wie viele Artikel ich in dieser Serie veröffenlichen werde weiß ich noch nicht genau. Ich dachte mir ich schreibe einfach mal drauf los und probiere mich hier mal in etwas Neuem. 🙂 Hoffentlich gefallen euch meine Erfahrungsberichte und ich freue mich natürlich sehr über Kommentare, eigene Erfahrungen und jeden der etwas zu sagen hat. 🙂

„Was macht die Schneeflocke da?!!!!“

Wer mich kennt weiss, dass ich ein sehr temperamentvoller aber auf der anderen Seite auch sehr gediegener, alberner und eigentlich wirklich lieber Mensch bin. Im Prinzip jemand mit dem jeder gut zurecht kommt. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: eine Verlobung kann einen für die Monate vor der Hochzeit wirklich umkrempeln.

Mein lieber Schwager hat sich, genau wie alle anderen, wirklich toll in unsere Hochzeit eingebracht. Nicht nur dass er Dominik’s Trauzeuge war. Er hat sich um seinen JGA gekümmert, sich fleißig mit meiner Trauzeugin ausgetauscht und sogar beim Einladungen basteln geholfen. Ich hatte im Internet natürlich keine Einladungen gefunden die mir gefallen haben, deshalb musste alles in mühsamer Kleinstarbeit selbst entworfen und hergestellt werden (übrigens nicht nur die Einladungen…). Mein Mann, mein Schwager Manuel, meine Schwiegermutter und ich sitzen also eines Abends am Esstisch und beschäftigen uns mit den bereits erwähnten Schneeflocken. Eine oben links, eine unten rechts…aber natürlich immer an die exakt gleiche Stelle! Als der Sklaventreiber der Einladungsfabrik hatte ich natürlich immer alles ganz genau im Blick und erspähte den Fehler meines Schwagers sofort. Manuel hatte die Schneeflocke ungefähr einen halben Zentimeter weiter links platziert als ich es ihm vorgegeben hatte. Mein neues, perfektionistisches Braut-Ich musste die Katastrophe natürlich unverzüglich abwenden. „Was machst du da?“, fragte ich ihn. „Ich klebe die Schneeflocken auf, was sonst.“ „Du machst das falsch. Die Flocke ist zu weit links.“ Manuel sah mich verständnislos an. „Ist doch egal, das ist individuell.“ Der Blutdruck einer Braut geht wahrscheinlich dreimal so schnell in die Höhe wie der eines „normalen“ Menschen. „Ich will es nicht individuell, ich will es perfekt. Mach die Flocke ab, schmeiß sie weg und mach es noch mal.“ Zu diesem Zeitpunkt verkrümelte mein Mann sich langsam vom Tisch in Richtung Sofa. Er konnte den Ärger wohl schon erahnen und wollte nicht auch noch mit hineingezogen werden. Manuel schüttelte nur den Kopf und weigerte sich vehement das alle noch mal zu machen. Vor allem weil ich gerade noch mehr Einladungen entdeckt hatte, welche doch tatsächlich von meinem Modell abwichen.

Einladung

„Dann mache ich es eben selber! Ich will schließlich nicht, dass das schäbig aussieht.“ Gedanken einer Braut: Nicht perfekt = schäbig. Nach dieser Aktion hatte sich mein Schwager ziemlich schnell zu meinem Mann aufs Sofa verkrochen. Lieber Fußball schauen als sich von der Schwägerin (a.k.a. Bridezilla) die Arbeit an den Schneeflocken madig machen zu lassen. Manu und Dome hielten sich aus solchen Sachen lieber raus. Ist auch heute noch so. Nur bin ich heutzutage nicht mehr der Grund warum sie den Basteltisch verlassen. 😉 Meine Schwiegermutter konnte mich dann letztenendes doch noch davon überzeugen, dass eine etwas verrutschte Schneeflocke kein Weltuntergang ist. Das war auch gut so, denn sonst wäre ich noch auf ein anderes, nicht existentes Problem gestoßen und wir hätten alles noch mal machen müssen.

Was könnt ihr tun wenn es euch auch so geht?

Es ist jetzt fast ein Jahr her, dass wir die Einladungen gebastelt und verschickt haben. Heute kann ich dazu nur sagen: Was für ein unnötiger Stress! Ich weiß ja, dass wir alle die perfekte Hochzeit inkl. perfekter Einladungen, einem perfekten Kleid und einer großartigen Party haben wollen. Aber ob ihr es glaubt oder nicht: Das ist auch ohne Perfektionismus möglich. Niemand ist so kritisch wie ihr selbst, niemand hat so hohe Ansprüche und niemand wird die ganzen kleine „Fehler“ bemerken. Mein Schwager hatte Recht: Individualität ist doch viel besser als ein langweiliger Einheitsbrei. Und hier geht es nicht nur um die Einladungen! Es wird immer Dinge geben die nicht so laufen wie ihr es euch wünscht. Es hat keinen Sinn alles kontrollieren zu wollen. Dadurch bekommt ihr nämlich keine perfekte Hochzeit, sondern verletzt Freunde, Familie und Kollegen die euch eigentlich nur helfen möchten.

Mein Tipp: Hängt euch nicht an kleinen Fehlern oder Situationen auf die nicht ganz so laufen wie ihr wollt. Es richtet mehr Schaden an als das es etwas bringt. Am Tag der Hochzeit sind euch solche Kleinigkeiten nicht mehr wichtig und es kommt sowieso immer alles anders als man denkt. Ich hatte extreme Probleme damit Aufgaben und Verantwortung bezgl. der Hochzeit abzugeben. Zum Schluss hielt mich wahrscheinlich sogar der Caterer für total verrückt weil ich nicht mal denen zutraute, dass sie ihren Job richtig machten. Mein Verhalten führte nur dazu alle um mich herum wahnsinnig zu machen und mich zum Schluss sogar mit meinen Brautjungfern zu zerstreiten (keine Sorge, am Tag der Hochzeit war alles wieder gut 🙂 ). Ich kann nur jedem raten, am Anfang der Planung wirklich gute Freunde darum zu bitten einen zu unterstützen. Sie werden euch in dieser Zeit ein wahrer Fels in der Brandung sein und euch eine Menge Arbeit abnehmen (wenn man sie nur lässt!). Und sollte euch das alles noch nicht überzeugt haben, dann schaut euch eine Folge der amerikanischen Sendung „Bridezillas“ an. Ihr werdet nur noch denken…

 

 

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P.S. Ganz vergessen: Das Beitragsbild ist vom Morgen unserer Hochzeit. Meine tolle Visagistin Jessica hat uns alle wirklich ganz toll hergerichtet und konnte uns auch super beruhigen. 🙂 Falls ihr Interesse an einer Visagistin habt die mit veganen Produkten arbeitet, dann schreibt mir einfach eine Nachricht oder lasst einen Kommentar da. 🙂


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